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VIP-Erfahrung: VfB Stuttgart – Werder Bremen (26.4.2026)

  • tob7ias
  • vor 22 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Dankesworte fallen oft erst am Ende von Berichten, Artikeln oder Reden. Diesen gewöhnlichen Brauch möchte ich in diesem Fall gerne aufheben, denn ohne die überaus großzügige und unerwartete Einladung einer noch sehr frischen Bekanntschaft wäre dieses unvergessliche Erlebnis nicht zustande gekommen. Karin, eine aufrichtige und empathische Frau aus dem Schwabenland hat mich vergangenen Dezember bei einer Feier in Vorarlberg, wo wir uns kennenlernten, gefragt, ob mich ein VfB-Spiel in Stuttgart eventuell mal interessieren würde. Ich als begeisterter Fußball-Anhänger und Erkundungsliebhaber von Fußball-Arenen war sofort Feuer und Flamme für die Idee. Die meisten würden hier von einem Zufall sprechen, aber für mich gibt es keine Zufälle. Es ist mir zugefallen. „Durch´s Reden kumman die Leit zaum“, sagt man bei uns. So hat mir das Leben in Vorarlberg Karin vorbeigeschickt, mir dieses Geschenk bereitet und ich habe es strahlend dankbar angenommen. Gemeinsam mit ihrer Kontaktperson Philipp, der bei Sport Five und dem VfB Stuttgart im Marketing arbeitet, organisierte sie uns die Karten für das Spiel VfB Stuttgart gegen Werder Bremen. Vielen herzlichen Dank nochmal an euch beide! So fuhren meine Mama, mein Papa und ich Ende April an einem sonnigen Frühlingswochenende nach Süddeutschland. Von den VIP-Plätzen im Business-Bereich wusste ich selbst zu diesem Zeitpunkt noch nichts, aber dazu später mehr.

 

Ich gebe zu, dass ich die deutsche Fußball-Bundesliga aktuell nur am Rande mitverfolge. Mein fußballerischer Hauptfokus liegt auf den Spielen meines Herzensvereins Sturm Graz und der englischen Premier League. Dennoch habe ich die Bundesliga immer im Blick, gerade auch wegen der beliebten online Fußball-Manager-Simulation Kickbase. Dort trete ich in einer Liga mit Freunden an und erstelle ein eigenes Team aus echten Spielern. Jeder Profi aus der deutschen Liga ist vertreten und erhält Punkte basierend auf echten Leistungen. Wer es schafft, sein Wissen am besten auszuspielen, kluge Transfers mit dem eingeschränkten Budget zu tätigen und so die bestmögliche Mannschaft aus Spielern verschiedener Mannschaften zusammenzustellen, erhält am Ende die meisten Punkte. Es gibt für mich aber auch weitaus relevantere Gründe, warum ich die Bundesliga als sehr hochwertig und attraktiv achte. Zahlreiche Vereine, darunter auch der VfB Stuttgart, haben eine tiefe historische Verwurzelung mit viel Tradition und Fankultur. Die Klubs senden positive gesellschaftliche Signale für Einigkeit und Inklusion. Ticketpreise sind erschwinglicher als in der englischen Premier League, was den Stadionbesuch für ein breites Publikum ermöglicht. Man verzeichnet hohe Zuschauerzahlen, die Stadien sind modern, Fan- und Familienfreundlich und erzeugen eine einzigartige Atmosphäre. Wie vor Spielbeginn in der Arena in Stuttgart, wo für kurze Zeit alle ihre Schals heben, die Hymne mitsingen und sich damit lautstark auf den Spielbeginn einstimmen. Ein erster Gänsehautmoment trat bei mir ein, als knapp 60.000 Menschen „Stuttgart kommt“ anstimmten.

 

Das Spiel startete ausgeglichen, die erste große Chance hatte Senne Lynen für Werder Bremen mit einer doppelten Schusschance. Zunächst prallte der Ball an Stuttgart-Verteidiger Zagadou ab, die zweite Chance jagte der Werderaner über den Kasten. Österreichs Nationalteamspieler Romano Schmid spielte eine auffällige Anfangsphase. Nach anfänglicher Gemächlichkeit kam der VfB rund um die Viertelstundenmarke besser ins Spiel, Tiago Tomas konnte eine gute Flanke von Bilal El Khannouss nicht verwerten. Kurze Zeit später ging ein Stuttgarter im Strafraum nach Eckball zu Boden. Zu wenig für Schiedsrichter Christian Dingert, um auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. In der 19. Minute waren es die Bremer, die zum Unmut der Heimfans in Führung gingen. Jens Stage traf nach feinem Doppelpass an der rechten Strafraumkante platziert ins linke untere Eck. Es folgte eine kleine Druckphase der Heimmannschaft mit einigen Abschlüssen und Eckbällen. Die gefährlichste Aktion gelang Bilal El Khannouss. Sein Kopfball aus kürzester Entfernung geriet jedoch zu zentral und konnte dadurch noch pariert werden. Der junge Marokkaner zählte zu den besten Akteuren auf dem Platz, er ist mir sofort mit seiner Schnelligkeit und seinem technischen Vermögen aufgefallen. Werder Bremen überließ Stuttgart zunehmend die Kontrolle, hatte aber gefährliche Konter. Jovan Milosevics Chance gegen Ende der ersten Halbzeit, als er nach langem Sprint allein vor Torhüter Alexander Nübel stand und den Ball neben das Tor jagte, hätte eine 2-Tore-Führung einbringen können. Der VfB startete vor ausverkauften Rängen dominant in die zweite Halbzeit, doch erst die Hereinnahme von Chris Führich und Ermedin Demirovic brachte neuen Schwung im Offensivspiel. Letztgenannter Stürmer sorgte in der 61. Minute Demirovic per Kopf für den Ausgleichstreffer. In der Schlussphase drängten die VfB-Akteure auf einen weiteren Treffer, doch schlussendlich blieb es beim 1:1. Ein gerechtes Endergebnis, wenn man die Leistungen beider Teams betrachtet.

 

Die besondere Ehre, als VIP im Business Club zu sitzen, wurde mir, trotz meiner vielen Stadionbesuche in den vergangenen Jahren, noch nie zuteil. Umso überraschender kam für mich die Information zwei Tage vor dem Spiel, dass wir tatsächlich VIP-Karten geschenkt bekommen hatten. Feine Speisen, Getränke und warmherziges Servicepersonal begrüßten uns bereits im Vorfeld der Partie. In der 15-minütigen Pause den Weg hinein ins Stadioninnere zurückzulegen und einen leckeren Kuchen serviert zu bekommen ist auch nicht das, was ich grundsätzlich mit einem Fußballspiel verbinde. Das stresste mich sogar ein wenig, meine Notizen zum Spielbericht zu vervollständigen. Mein Treffen mit VfB-Legende Timo Hildebrand vor - und aktuellen Spielern wie Deniz Undav, Chris Führich und Maxi Mittelstädt - nach dem Spiel rundeten den Tag perfekt ab. Abschließend nochmal vielen Dank an meine drei Möglichmacher vor Ort, Karin, Philipp und Astrit & an meine persönlichen Möglichmacher Mama und Papa! 

 


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